Wir freuen uns sehr, dass sie den Mut haben sich anzuschauen was uns zu Tabubrechern gemacht hat- und wir hoffen, dass sie diese Webseite auch als Tabubrecher wieder verlassen werden.
Unsere Erfahrungen
In den fünf Jahren unseres Bestehens haben wir über 15.000 Kontakte zu jungen Menschen gehabt und viel über ihre Nöte und Probleme erfahren.
Immer wieder haben uns die jungen Menschen berichtet, dass sie seit ihrer Erkrankung Ausgrenzung erfahren haben.
Freunde haben sich zurück gezogen, Verwandte distanziert. Arbeitgeber haben nach dem Ausbruch der Erkrankung die erste Möglichkeit zu einer Kündigung genutzt.
Sprachlosigkeit
Viele unserer Besucherinnen und Besucher hätten es gebraucht mit ihrem Umfeld über ihre Erkrankung zu sprechen- hätten sich nach Zuspruch und Verständnis gesehnt.
Manche haben dies aus Furcht vor Ablehnung gar nicht erst probiert, andere haben Unverständnis erlebt oder wurden gar nicht erst ernst genommen.
Die jungen Menschen sind mit der Ordnung ihres eigenen Lebens und mit der Auseinandersetzung mit ihrer Erkrankung eigentlich schon ausgelastet.
Die Unsicherheit, wie ihr Umfeld auf die veränderte Situation reagiert, belastet die Jugendlichen zusätzlich. Oft folgt ein sozialer Rückzug, der sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirkt.
Trotz einer Zunahme psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft und einem Zuwachs an Information in den Medien sehen sich Betroffene noch immer Stigmatisierungen ausgesetzt, erleben gesellschaftliche Ausgrenzung und fehlende Teilhabechancen.
Meinungsbilder
In unserem Video-Projekt „Meinungsbilder“ haben wir Mainzer Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung und ihren Erfahrungen rund um das Thema psychische Erkrankungen und Vorurteile befragt.
Psychische Erkrankungen sind nicht mehr nur ein Thema vom Hören-Sagen geblieben, sondern ein Thema, dass uns alle betrifft- in der Nachbarschaft, im Supermarkt, im Bekanntenkreis in der Familie.
Dies umso mehr, weil die Zahl der Erkrankungen zunimmt.
Dies haben unsere Befragten auch alle bestätigt. Das Thema ist irgendwie bei ihnen angekommen. Theoretisch in den Medien oder praktisch in den Beziehungen.
Insgesamt waren wir überrascht, wie informiert viele Befragte schon waren.
Aber es wurde deutlich, es muss noch mehr passieren. Es freut uns, dass die Mainzer offen für weitere Informationen sind. Dies wird ein wichtiger Baustein für Tabubrecher werden.
Was uns Meinungsbilder bestätigt hat:
Es sind Informationen auf der Verstandsebene angekommen. Es gibt aber auf der Handlungsebene noch deutliche Unsicherheiten.
Unsere Befragten äußerten einige Fragen, wie sie in ihrem Umfeld und in ihrem Freundeskreis auf psychische Erkrankungen reagieren können und die Betroffenen unterstützen können.
Wir werden aktiv
All dies waren Erfahrungen, die uns schon lange umtreiben und bewegen. Für uns waren sie der Anlass Tabubrecher zu entwickeln. Mit Tabubrecher wollen wir aktiv werden um etwas zu verändern.
Nichts bildet so sehr wie Begegnung
Wir werden mit Tabubrecher Möglichkeiten schaffen, ins persönliche Gespräch zu kommen.
Gemeinsam mit unseren Besuchern werden wir psychische Erkrankungen zum Thema machen und damit aktiv der vorherrschenden Sprachlosigkeit entgegen wirken und Ängste im persönlichen Umgang miteinander abbauen.
Informationen bauen Vorurteile und Unsicherheiten ab
Wir möchten mit der Aktion Tabubrecher eine Öffentlichkeit für die Belange der jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen gewinnen.
Gemeinsam mit prominenten Fürsprechern, Fachleuten, Betroffenen und Freunden wird es uns gelingen im kommenden Jahr psychische Erkrankungen zum Thema zu machen.
Mit verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Interviews, Blogbeiträgen und Artikeln werden wir immer wieder Impulse setzen und Möglichkeiten der persönlichen Begegnung und des Austauschs schaffen.
Das Ziel ist die Auseinandersetzung der Gesellschaft mit den Themen der psychischen Erkrankung auf vielfältige Weise und auf verschiedenen Ebenen. Durch fundierte Informationen und persönliche positive Erfahrungen kann eine neue Sicht der Bürgerinnen und Bürger hergestellt werden, die von Verständnis für die jungen Menschen mit psychischen Problemen geprägt ist.
Wir müssen Verantwortung für die junge Generation übernehmen und dafür sorgen, dass sie in einer Welt aufwächst, die sie als Person akzeptiert und in ihrer Entwicklung ernst nimmt und unterstützt.
Aufklärung ist Prävention
In einer Gesellschaft, in der psychische Erkrankungen kein Tabuthema sind, werden auch die Zahl der Erkrankungen und die Schwere des Verlaufs abnehmen. Nur 35 Prozent der psychisch erkrankten Menschen nimmt derzeit eine Behandlung in Anspruch. Aus Unwissenheit aber auch aus Ängsten vor Stigmatisierung.
Es ist aktive Prävention wenn wir an diesen Zahlen etwas ändern. Je früher ein Mensch sich einem positiven Umfeld offenbaren kann und je früher eine professionelle Hilfe angenommen wird- umso besser sind die Prognosen für den Verlauf der Erkrankung.
Das aktive Aufbrechen alter antiquierter Tabus drückt auch unser Logo aus
Wir finden das Logo sehr gelungen. Auf einen Blick kann unser Motto und unser Ziel erfasst werden:
Wir brechen mit alten Tabus und räumen auf mit Vorurteilen und Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Das Logo wird zu unserem Markenzeichen für die Aktionen und Projekte die unter dem Label Tabubrecher laufen werden.
Die laufenden Aktionen und Projekte werden auf den Unterseiten von Tabubrecher und in unserem Tabubrecher-Blog vorgestellt.
Sie sind als Tabubrecher gefragt
Ich hoffe, ich konnte sie begeistern, mit uns ein Tabubrecher zu werden.
Was das bedeutet?
Sie können uns unterstützen in dem was wir tun.
Sie können Multiplikator werden und darüber reden was wir tun.
Sie können selbst Tabubrecher werden und über psychische Erkrankungen sprechen. Auf der persönlichen Ebene.
Sie können mit uns gemeinsam an weiteren Ideen für unser Aktionsjahr arbeiten und sie gemeinsam mit uns umsetzen. Denkbar ist hier vieles.
Sie können über uns endlich die wunderbaren Tabubrecher- T-Shirts bekommen um geschmackvoll und stilsicher zu zeigen, um was es ihnen geht.
Tabubrecher wird auch mit ihnen zu einer Plattform des Austauschs und der Begegnung Betroffener und nicht Betroffener.