
Unsere Schirmherrin Roswitha Beck
Am 10.02 stand im unplugged alles im Zeichen der großen Auftaktveranstaltung für das Aktionsjahr „Tabubrecher – Wir räumen auf mit Vorurteilen und Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen“.
Nach Wochen und Monaten der Planung, Organisation und Vorbereitung herrschte im Vorfeld der Veranstaltung auch am großen Tage selbst noch emsige Betriebsamkeit. Das Catering wurde geliefert, die beteiligten Musiker reisten mit großem Equipment an und letzte Erledigungen wurden verrichtet.
Um 15.00 erschienen die geladenen Reporter zur Pressekonferenz. Frau Beck, die Schirmherrin des Aktionsjahres, informierte gemeinsam mit Frau Odenwald (Koordinierungsstelle für gemeindenahe Psychiatrie der Stadt Mainz), Frau Diefenbach (Der Paritätische in Rheinland Pfalz und Saarland), Herrn Storck (Geschäftsführer der gpe), Frau Rikl (Geschäftsbereichleitung gpe) und Herrn Haas (Leiter unplugged) über die Idee und Hintergründe des Projektjahres. So wurde über Notwendigkeit und Methoden der Anti-Stigma-Arbeit aufgeklärt, über die Tätigkeit im Beratungscafé unplugged informiert und ein Ausblick auf die kommenden Aktionen des Projektjahres gegeben.
Zum offiziellen Veranstaltungsbeginn war das unplugged dann um 16.00 mit knapp 100 Menschen gut gefüllt. Zahlreiche Besucher des Beratungscafés, Kollegen und Kolleginnen, geladene Gäste, Freunde und eine interessierte Öffentlichkeit waren gleichermaßen erschienen und kamen sogleich in lebhaften Austausch miteinander. Die Zusammenkunft hatte also schon begonnen als zur Eröffnungszeremonie gebeten wurde. Herr Storck und Herr Haas begrüßten die Anwesenden, denen sich hiernach sofort ein Highlight der Veranstaltung bot. Die Besucher des unplugged stellten mit musikalischer Unterstützung durch Sebastian W. Wagner und Bernd Fachinger von der Showbühne Mainz in einer Live-Performance den Song zum Aktionsjahr vor. Die Interpreten des Rap wurden für ihre tolle Leistung vom Publikum begeistert gefeiert.
Jetzt war die Zeit der Grußworte gekommen. Frau Beck, Frau Odenwald und Frau Rikl würdigten in ihren Ansprachen die Arbeit des Beratungscafés und das ausgerufene Projektjahr. Nachdrücklich und eindringlich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass eine aufklärerische und ent-stigmatisierende Arbeit zugunsten psychisch erkrankter Menschen einen unentbehrlichen Beitrag zum Erreichen sozialer Ziele und Werte, wie Teilhabe, Gemeinschaft und Solidarität darstellt. Herr Haas griff dies auf und stellte die Arbeit im unplugged und das Projektjahr im Einzelnen vor. Einen Vorgeschmack auf die kommenden Aktionen bot auch das vorgestellte Videoprojekt. Unplugged und seine Besucher hatten Mainzer Bürgerinnen und Bürger interviewt, nach Meinungen und Vorurteilen gefragt und neues Wissen vermittelt. In die gleiche Richtung werden auch alle kommenden Unternehmungen zielen und somit dem Anspruch auf Begegnung, Austausch und Aufklärung gerecht werden.
Nach so viel Information bestand Bedarf an Stärkung am reichhaltigen Buffet, an Gesprächen untereinander und bei vielen auch an körperlicher Betätigung. Zu letzterem bot Cris Cosmo beste Gelegenheit und spielte ein Konzert der Extraklasse. Unplugged im unplugged, aber laut und tanzbar lieferten die Musiker einen tollen Auftritt, so dass der Abend im gemeinsamen Feiern ein würdiges Ende fand.
Wir bedanken uns bei allen Gästen und ganz besonders bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben! Es war ein wirklich lohnender Nachmittag und Abend, der allen Beteiligten ein besonderes Gefühl von Aufbruch und Gemeinschaft vermittelte. Wir freuen uns, dass so viele engagierte Menschen Tabubrecher waren oder wurden. Nun ist der Startschuss zum Aktionsjahr abgegeben und wir hoffen auf viele weitere Unterstützer, die noch Tabubrecher werden möchten. An dieser und anderer Stelle wird noch vieles aus dem Projektjahr zu erfahren sein. Erinnert sei noch einmal an den Song zum Aktionsjahr: „Gemeinsam werden wir es schaffen – etwas zu bewegen!“