Wir haben den DGPPN-Anti-Stigma-Preis 2011 gewonnen!!
Hier die Presse-Information der DGPPN:
Tabubrecher-Kampagne mit dem DGPPN-Anti-Stigma-Preis 2011 ausgezeichnet
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit und dem Verein “Open the doors e.V.” zum achten Mal den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten DGPPN-Anti-Stigma-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde das Aktionsjahr „Tabubrecher“ des Beratungscafés unplugged in Mainz.
Die Preisverleihung fand am 24. November 2011 im Rahmen des diesjährigen DGPPN-Kongresses statt.
Im Rahmen des Aktionsjahres „Tabubrecher“ wurde mit Vorurteilen über und der Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufgeräumt. Dafür ist das Projekt nun mit dem DGPPN-Anti-Stigma-Preis ausgezeichnet worden. Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, Videobeiträgen, einem eigenen Tabubrecher-Song sowie einer T-Shirt-Aktion wurde 2011 in der Region Mainz für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen geworben. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Roswitha Beck, Gattin des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, und wurde vom Beratungscafé unplugged in Mainz ins Leben gerufen. Das Beratungscafé unplugged wird von der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen getragen und bietet seit Oktober 2005 jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen zwischen 16 und 27 Jahren einen Rückzugsraum sowie zahlreiche Beratungs- und Freizeitangebote. Die Idee zum Aktionsjahr ist aus den Erfahrungen der Besucher des Beratungscafés unplugged entstanden, die im Alltag häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Das Projekt wird von den Besuchern aktiv mitgestaltet.
Mit dem Preisgeld planen die Initiatoren das Tabubrecher-Projekt mit neuen Aktionen im Jahr 2012 fortzuführen. „Durch die überzeugende Öffentlichkeitsarbeit, gut verständliche Informationen und Begegnungsmöglichkeiten von Bürgern mit Betroffenen werden Vorurteile abgebaut“, heißt es in der Jurybegründung.
Der DGPPN-Anti-Stigma-Preis würdigt das Engagement von Personen, Institutionen oder Selbsthilfegruppen, die sich um die nachhaltige gesellschaftliche Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders verdient gemacht haben. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vergibt den Preis in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit und dem Antistigma-Verein “Open the doors e.V.” Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Sanofi Deutschland GmbH. Die DGPPN unterstützt den Preis mit 1.000 Euro.
(Quelle: http://www.dgppn.de/aktuelles/detailansicht/article/100/tabubrecher.html)
Für uns ist der Preis eine Bestätigung unserer Aktionen und ein weiterer Baustein, Tabubrecher auch im nächsten Jahr fortsetzen zu können.
Was uns an Tabubrecher fasziniert, ist die hohe Akzeptanz unserer Aktion. Wir sind begeistert von den Mainzer Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei unseren Aktionen sehr interessiert zeigen und die Begegnungsmöglichkeiten mit Betroffenen nutzen und schätzen. Sie werden selbst zu Tabubrechern und entwickeln sogar eigene Ideen, wie mit Tabubrecher noch mehr Menschen erreicht werden können.
Momentan sind schon etwa 300 Tabubrecher T-Shirts in Mainz im Umlauf und wir stellen fest, dass ein großes Interesse an Themen der seelischen Gesundheit besteht.
Wir freuen uns über die Auszeichnung und sehen diese als Ansporn, Tabubrecher weiter auszubauen und alle Mainzerinnen und Mainzer zu Tabubrechern zu machen.

Christopher Haas und Prof. Dr. Wolfgang Gaebel bei der Preisverleihung